Die Termine der Verhandlungen sind:
21.01.2019: 1. Verhandlungsrunde, Berlin
06.-07.02.2019: 2. Verhandlungsrunde, Potsdam
28.02.-02.03.2019: 3. Verhandlungsrunde, Potsdam

Rückblick auf den Branchentag der Sozialen Arbeit - wir haben noch viel zu tun!

Am 13.11.18 luden der dbb (Deutscher Beamtenbund und Tarifunion) und der DBSH Berlin gemeinsam zur Diskussion. Für die anstehenden Tarifverhandlungen des TV-L (Tarifvertrag der Länder) werden Ende Dezember die Forderungen der Gewerkschaften aufgestellt. Beim Branchentag wollten wir gemeinsam allen Sozialarbeitenden die Chance geben, ihre eigenen Forderungen zu äußern.

Volker Geyer vom dbb (Vorsitzender der Bundestarifkommission) hat sich den Fragen und Anregungen unserer Mitglieder gestellt und hat uns spannende Einblicke aus dem Prozess und Verlauf der Tarifverhandlungen gegeben.

Bei einer angeregten Diskussion ist vor allem eins klar geworden: Wir Sozialarbeitenden wollen eine Angleichung an den TVÖD SuE (Tabelle für den Sozial und Erziehungsdienst). Der Frust unter den Mitgliedern ist groß, die Forderung klar: Gleiche Arbeit muss gleich entlohnt werden.

Besonders die Kolleg*innen des Regional Sozialen Dienstes (RSD) der Jugendämter gaben an, unter dem Fachkräftemangel zu leiden und dass unter den aktuellen Bedingungen kein Nachwuchs gefunden wird. Die Bezahlung ist gewiss nur eine von vielen Stellschrauben, jedoch eine sehr gewichtige. Hier wird mindestens die Entgeltstufe 11 gefordert.

Auch zu Wort kamen Kolleg*innen der freien Träger. Die Tarifflucht der Arbeitgeber*innen ist sehr problematisch. Selbst wenn die freien Träger Tarifverträge haben, sind diese dem TV-L gegenüber noch sehr benachteiligt. Nichts desto trotz profitieren diese Kolleg*innen auch von erfolgreichen Verhandlungen im Frühjahr ´19, da der TV-L hier zumeist als Leittarifvertrag dient.
Es zeigte sich, dass viele auch mit der Eingruppierung unzufrieden sind, so gab es beispielsweise von Vertreter*innen aus der Suchthilfe die Forderung mit Bewährungshelfer*innen gleichgestellt zu werden.

Eines hat der Abend auf jeden Fall gezeigt: Sozialarbeitende machen eine tolle Arbeit, die nicht genug Wertschätzung und Anerkennung erfährt. Volker Geyer wurde gut von den Kolleg*innen gebrieft und wird nun auch für die Verhandlungen unseres Tarifgebietes gut gewappnet sein.

Der DBSH Berlin steht klar hinter den Forderungen der Kolleg*innen und wird weiterhin zwischen den Mitgliedern und den Kolleg*innen, die uns in den Verhandlungen vertreten, vermitteln. Wir sind Ansprechbar für alle Tariffragen und vertreten die klare Forderung:
Wir wollen die Angleichung an den SuE des TVöD!

Die Termine der Verhandlungen sind:
21.01.2019: 1. Verhandlungsrunde, Berlin
06.-07.02.2019: 2. Verhandlungsrunde, Potsdam
28.02.-02.03.2019: 3. Verhandlungsrunde, Potsdam

Um die Verhandlungen zu unterstützen und unseren Forderungen mehr Ausdruck zu verleihen, werden wir zu Aktionen und Demonstrationen aufrufen und freuen uns über eine hohe Beteiligung aller Sozialarbeitenden.

Svenja Ketelsen,
Mitglied der Tarifkomission des DBSH und
Landestarifkomission des ddb berlin.